Professionelles Schießtraining 2018 des ÖJV Sachsen

Die Wahrung des Tierschutzes ist ein Kernanliegen des ökologischen Jagdvereins. Besonders die herbstlicht Drückjagd verlangt von uns Jägern dabei stets einen kühlen Kopf, einen sicheren Umgang mit der Büchse, und nicht zuletzt Treffsicherheit, um unnötiges Tierleid vermeiden zu können. Konkret: stetiges Schießtraining.

Am gestrigen Samstag, den 22. September, haben wir darum mit 20 Teilnehmern in kleinen Gruppen ein professionelles Schießtraining durchgeführt und uns dazu namenhafte Unterstützung an Land gezogen. Christian Beitsch, Bundesmeister im jagdlichen Schießen, trainierte uns auf der Bahn auf statische Ziele. Geschossen wurde dabei sitzend aufgelegt und stehend freihändig bei Distanzen von 25 bis 100m. Es standen die Bildung einer festen 3-Punkt-Auflage, das korrekte Abziehen mit dem Schussfinger und die Atemtechnik im Vordergrund. ÖJV-Schießtrainer Jörg Josef Langer unterwies uns in Techniken auf dynamische Ziele im Schießkino. Er optimierte unsere Fußstellung, Körperhaltung und demonstrierte verschiedene Zieltechniken. Beginnend mit einer langsamen und verhoffenden Sau wurde dann die Schwierigkeit in den Punkten Geschwindigkeit und Diagonale gesteigert, sodass jeder seine Grenze für die Praxis finden konnte.

Als Novum konnte jeder Teilnehmer dieses Jahr den Treffsicherheitsnachweis erwerben. Dabei wird nicht nur die reine Teilnahme, sondern auch das tatsächliche Ergebnis beurteilt.

Unser Dank gilt Christian Beitsch und Jörg Josef Langer für die zahlreichen Hinweise, sowie dem Schießkino Mitteldeutschland und der Schützengesellschaft Crinitzberg.

Die Veranstaltung wurde aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert.

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Qualifizierter Schießnachweis zum Herbstschießen am 3. September

Strukturreiche Bestände und verstärkte wildbiologisch orientierte Jagdruhephasen werden in Zukunft den jagdlichen Schwerpunkt vom passiven Einzelansitz auf aktive Drückjagdperioden lenken. Bewegtes und verhoffendes Wild stellt an jeden Jäger höhere Ansprüche als der bisher aufgelegte oder angestrichene Schuss. Der Tierschutz auf der Jagd steht und fällt mit unseren Schießfertigkeiten.

Vor diesem Hintergrund sieht ein aktueller Entwurf zur Novelle des Bundesjagdgesetzes die Erlangung eines Schießnachweises zur Teilnahme auf allen Gesellschaftsjagden vor. Bisher war diese Praxis meist nur in den Verwaltungsjagden verbreitet.

Leser der Ökojagd wissen, dass der ÖJV in diesem Thema bereits einen Schritt weiter gegangen ist. In Bayern und Brandenburg wurden erste Durchführungen eines qualifizierten Schießnachweises durchgeführt. Dazu muss man nicht mehr nur auf dem Schießstand vorstellig werden, sondern auch einen entsprechendem Umgang mit der Büchse demonstrieren können. Damit soll kein falscher sportlicher Ehrgeiz geweckt werden. Vielmehr geht es darum, sich seiner eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden, seine Grenzen zu erkennen und sich weiter zu entwickeln. In einigen Stöberhundgruppen ist dies bereits seit längerer Zeit anerkannte Praxis, um sowohl Effizienz als auch Tierschutz auf der Drückjagd sicher zu stellen.

Wir möchten dieser Praxis folgen und zum Herbstschießen am 3. September optional die Ablage eines qualifizierten Schießnachweises anbieten. Wir werden uns dazu an den Vorlagen aus Bayern orientieren.

Wenn Sie sich noch nicht angemeldet haben, holen Sie dies am besten gleich nach und nutzen dazu folgendes Formular: Formular zur Anmeldung Herbstschießen.