Presseschau: Afrikanische Schweinepest kommt näher (Spiegel) | Info der Sächsischen Tierseuchenkasse

Die ASP hält nun vermehrt Einzug in die großen Medien. Heute erschien ein Beitrag in der Onlineausgabe des Spiegels, der die finanziellen Schäden und aktuellen Präventionsmaßnahmen aufgreift.

Der letzte Absatz mag dabei etwas verwirren:

„Bisher wurden immer nur so viele Tiere geschossen, dass sich die wachsende Zahl der Wildschweine ungefähr auf einem Level hielt. Mit der Abschussprämie werde der Bestand, der in Mecklenburg-Vorpommern bei 25.000 Tieren liegen soll, nun um einige Tausend verringert.“

Ein Bestand an Wildtieren kann sich – rein theoretisch – auf einem Level halten oder wachsen, nicht aber beides gleichzeitig. In der Praxis fluktuiert die Bestandeshöhe von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von Witterung und Nahrungsverfügbarkeit gerade beim Schwarzwild jedoch stark, so dass auch nicht von einem linearem Anstieg der Bestandeshöhe die Rede sein kann. Zuletzt scheint diese mit 25.000 Stück auch etwas zu gering angesetzt, wenn man bedenkt, dass in Mecklemburg-Vorpommern innerhalb des letzten Jahrzehntes jährlich zwischen 50.000 – 75.000 Wildschweine erlegt wurden.

Link: Spiegel – Afrikanische Schweinepest kommt näher

Unterdessen hatte die Sächsische Tierseuchenkasse noch im letzten Jahr Informationen über die ASP sowie Maßnahmen zur Seuchenprävention für Schweinehalter zusammengetragen.

Link: TSK – Informationen ASP

Vor diesem Hintergrund sei auch nochmal an das am 17. Januar stattfindende ÖJV Winterkolloquium in Tharandt erinnert, wo Torsten Müller zum Thema ASP referieren wird.

ASP  TSK.jpg

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Mehr Mittel für Prävention gegen Wolfsschäden

Bereits im Februar hatte der Freistaat Sachsen das Gebiet, in dem Schutzmaßnahmen für Nutztiere gegen Wolfsübergriffe mit staatlichen Hilfen gefördert werden, auf die gesamte Landesfläche ausgedehnt. Jetzt steigt die staatliche Förderquote von 60 auf 80%. Die zusätzlichen 20% werden von der Heinz-Sielmann-Stiftung übernommen.

Mehr Informationen über Hintergrund und Förderanträge:

In Thüringen besinnt man sich zum Schutze von Tierherden gegenüber Wölfen derweil wieder auf alte Tradionen und treibt die Zucht und Ausbildung von Herdenschutzhunden an.