Einladung – Ein Vortragsabend zum Luchs

Backenbart, Pinselohr und Stummelschwanz – so kennt man den eurasischen Luchs, die größte europäische Katzenart. Ursprünglich nannte der leise Jäger ganz Europa sein Streifgebiet. Durch den Menschen wurde er jedoch bis zu seiner Unterschutzstellung im 20. Jahrhundert nahezu flächig ausgerottet. Seine heutigen Vorkommen im Bayerischen Wald, im Pfälzer Wald und im Harz gehen auf Auswilderungen durch den Menschen zurück.

In Sachsen werden lediglich das Erzgebirge und die sächsische Schweiz hin- und wieder von Einzeltieren aus der tschechischen Republik durchstreift. Im Westerzgebirge wird seit 2013 ein männliches Tier bei Johanngeorgenstadt beobachtet, dessen Brautschau jedoch bisher ohne mögliche Kandidatinnen verblieb. Hat der Luchs damit auch in Sachsen eine Chance wieder dauerhaft heimisch zu werden?

Die Grüne Aktion Westerzgebirge e.V. und der Ökologische Jagdverein Sachsen e.V. laden Sie herzlich zum Vortragsabend „Luchs“ am

11. September 2019 um 18:00 Uhr im Kulturhaus Aue, Goethestr. 2, 08280 Aue ein.

  • Ole Anders „Luchs in Bayern – Ökologie, Monitoring und Management“
  • Markus Schwaiger „Wiederansiedlung des Luchses im Nationalpark Harz und die Entwicklung der dortigen Luchspopulation“

Es erwarten Sie zwei spannende Fachvorträge renommierter Luchsexperten. Ole Anders koordiniert seit dem Start im Jahre 1999 das Luchsprojekt im Nationalpark Harz und hat die Wiederansiedlung bis heute begleitet. Markus Schwaiger arbeitet seit über zehn Jahren im Luchsprojekt Bayern und koordiniert heute das 3Lynx-Projekt.

Herzlich, Ihr

Jörg Richter (GAW e.V.) und
Henrik Thode (ÖJV Sachsen e.V.)

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Filmtipp: Gleich bei ‚quer‘ – Der Luchsmörder geht wieder um

Quer ist eine Sendung im Bayerischen Rundfunk mit investigativen Kurzbeiträgen zum aktuellen Tagesgeschehen. Dabei stehen nicht selten auch jagdliche Aspekte im Vordergrund. Es sei an den Fall ‚Waldbauern vs. Wolfgang Grupp‘ erinnert. Gleich (ab 20:15 im BR) wird das Thema des Luchsmörders im Bayerischen Wald behandelt.

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Wer die Sendung verpasst haben sollte, kann sie in der Mediathek ansehen.

Großraubtiere auf dem Rückweg nach Europa

Biotopzerschneidung, Artensterben, Umweltverschmutzung – nur ein kleiner Ausschnitt über Meldungen, die vom alltäglichen lokalen und globalen Rückgang der Biodiversität zeugen.

Umso erfreulicher ist die Meldung darüber, dass vier Großraubtiere (Bär, Luchs, Vielfraß und Wolf) sich zunehmend wieder in Europa etablieren und stabilisieren. 76 Autoren, darunter auch das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, aus 26 Ländern haben dazu Daten zusammengetragen und ausgewertet. Erschienen ist der Artikel im ‚Science Mag‘, einem der anerkanntesten und einflusreichsten wissenschaftlichen Journals auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

(Forst)Studenten können den Artikel in voller Länge über das Netzwerk der Universitäten lesen und herunterladen. Alle anderen fragen bitte einen Studenten ihres Vertrauens.

Link zum Artikel