Rückblick auf das Sommertreffen und die Vorstandwahlen des ÖJV Sachsen

Bei sommerlichen Wetter begrüßte Stefan Schuricht den ÖJV-Sachsen in Kaditzsch bei Grimma. Das Sommerfest war dank sinkender Covid-19-Inzidenz auch wieder ganz analog mit den nötigen Abstandsregeln möglich. So freuten sich alle anwesenden Mitglieder auf ein Wiedersehen im idyllischen Gartenambiente.

Der erste Tagesordnungspunkt war der Jahresrückblick des alten Vorstandes. Die ASP und Covid-19 hatten die Jagd in Sachsen und die Vereinsarbeit des ÖJV Sachsen geprägt und werden es auch künftig tun. Nach einem Rechenschaftsbericht und dem Bericht der Kassenprüfer wurde der alte Vorstand einstimmig entlastet. Wir danken dem alten Vorstand für seine geleistete Arbeit und den Einsatz für eine ökologische Jagd. Anschließend wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Bild des neu gewählten Vorstandes mit dem 100. Vereinsmitglied Hannes Schulz: v.l.n.r. Clemens Weiser (1. Vorsitzender), Tom Fabricius (Beisitzer), Henrik Thode (Geschäftsführer), Thomas Hofmann (Beisitzer), Wolfram Richter (Kassenwart), Hannes Schulz, Thomas Irmscher (Beisitzer), nicht abgebildet sind:
Bastian Giggel (2. Vorsitzender) und Andreas Pommer (Beisitzer)

Insbesondere durch den Wohnortswechsel der studentischen Mitglieder schwankt die Mitgliederzahl in unserem Verein. Es war eine große Freude durch das Zusammentreffen wieder die Mitgliederzahl von 100 zu erreichen.

Der Nachmittag began mit einer Exkursion ins Umland. Zuerst besuchten wir eine Station zur Wiederaufforstung von Kalamitätsfichtenflächen. Die konventionelle Flächenbewirtschaftung sorgte für einige Diskussion, da nach einer naturfernen Fichtenbestockung mit intensivem Input an Energie und Arbeitskraft in den Boden eingegriffen wurde. Anschließend wurde Eiche gepflanzt und intensive Kulturpflege betrieben. Aufgrund des hohen örtlichen Rehwildbestands muss die Fläche mit hohem Kostenaufwand durch einen Zaun geschützt werden. Entsprechend vielfältig waren die Diskussionsbeiträge.

Den Schluss bildeten zwei Exkursionspunkte die sich der Offenlandjagd mit dem Schwerpunkt der Schwarzwildbejagung widmeten. In der von Stefan Schuricht betreuten Jagdfläche waren die zusammenhängenden Kulturflächen sehr groß. So konnten wir über Möglichkeiten und Grenzen von Jagdstrategien und den Einsatz aktueller Technik im Zusammenhang mit der Schwarzildbejagung sprechen.

Wir danken unserem Gastgeber Stefan Schuricht für die Einladung und die großzügige Bewirtung.

200 ha Raps am Stück bedeuten eine anspruchsvolle Bejagung

Sachsens Umweltminister bekennt sich zur waldfreundlichen Jagd – Jahreshauptversammlung des ÖJV Sachsen ein Erfolg

Mit Spannung erwarteten die Mitglieder und Sympathisanten der Ökologischen Jagd in Sachsen das diesjährige Sommerfest. Grund war der angekündigte Besuch des seit Dezember 2019 amtierenden Ministers für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Wolfram Günther (Bündnis 90/Die Grünen). Auf dem Hof des Försters und ÖJV-Mitgliedes Thomas Schulz im beschaulichen Frauensteiner Ortsteil Burkersdorf fanden sich bei kühlem, aber sonnigem Wetter rund 60 Mitglieder und Interessierte ein. Nach der Begrüßung durch das Vorstandsmitglied Clemens Weiser kam es danach auch gleich zum Statement des Staatsministers. Er hob schon eingangs die zentrale Rolle der Jagd bei der Gestaltung klimastabiler Wälder hervor und sieht die Jägerschaft dabei als wichtigen Partner. Grundsätzlich sei die gesellschaftliche Akzeptanz notwendig, besonders im Zusammenhang mit dem Tierschutz, zum Beispiel beim Thema Saufang als Präventionsmaßnahme gegenüber der ASP-Ausbreitung. Im Rahmen der bevorstehenden Jagdrechtsänderung auf Bundesebene sollen weiterhin die Verbände mitwirken, um Voraussetzungen für ein modernes Jagdmanagement zu schaffen. Der Staatsbetrieb Sachsenforst solle in Zukunft noch besser seiner Vorbildfunktion nachkommen. Eine ständige Weiterbildung der Sachsenforstjäger sei dafür notwendig und unablässig. Günther führte zur neuen Förderrichtlinie für Wald und Forstwirtschaft in Sachsen aus, wo erstmals auch die Förderung der Naturverjüngung vorgesehen ist. Dies sei bedeutend für die Artenvielfalt und den Bodenzustand und erfordere deshalb angemessene Wildbestände. Staatsminister Günther hob auch die Rolle des Ökologischen Jagdvereins hervor, der tatsächlich die Verbindung zum Ökosystem herstelle und deswegen ein wichtiger Partner bei der Gestaltung der zukünftigen Jagd sei.

Grußwort Wolfram Günthers, sächsischer Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (Bild ©SMEKUL/Burkhardt)

Nach dem Ministerbeitrag, der einhellig große Zustimmung fand, überbrachte der Vorsitzende des Ökologischen Jagdvereins Brandenburg, Graf von Schwerin, seine Grußworte. Er führte nach seiner eindringlichen Mahnung hinsichtlich des stattfindenden „Waldsterbens ohne Vorbild“ aus, dass die Ökologischen Jagdvereine im Hinblick auf die Überarbeitung der Landesjagdgesetze und des Bundesjagdgesetztes ein innovativer Partner für neue Anregungen seien. Nach seiner Aufzählung der Forderungen, wie zum Beispiel der Mindestabschussplan, die Verkleinerung der Mindestfläche für Eigenjagdbezirke, die Straffung der Jägerausbildung oder das Fütterungsverbot, wies von Schwerin auf das Erfordernis hin, gute Beispiele jagdlicher Praxis in die Öffentlichkeit zu tragen. 

Den Jahresbericht des ÖJV Sachsen trug für den erkrankten Vorsitzenden Hendrik Thode, Stellvertreter Thomas Baader vor. Hocherfreulich ist nach seiner Aussage der Anstieg der Mitglieder im vorangegangenen Jahr um 20 %. Baader zählte die für den kleinen Verein organisierten Aktivitäten auf. Neben dem traditionellen Januar-Kolloquium verwies er auf die Mitarbeit in den Jagdbeiräten, die Vortragsveranstaltungen zum Luchs und Wolf sowie auch bei Aktivitäten bei der Jungjägerausbildung.

Gelassene Stimmung beim anschließenden Wildgrillen (Bild ©SMEKUL/Burkhardt)

Nach dem formalen Teil der Mitgliederversammlung inklusive des Jahresplanes 2020 mit Schießtraining, Seminar Hundenotfallversorgung u.a.m., entspann sich eine rege Diskussion über viele aktuelle Fragen, als Beispiel sei das Thema Jagdpacht/Wildschadensersatz benannt.

Staatsminister Wolfram Günther (Mitte), Zweiter Vorsitzender des Bundes-ÖJV Mathias Graf von Schwerin (2.v.r.) und Vorstandsmitglieder des ÖJV Sachsen (Bild ©SMEKUL/Burkhardt)

Als weiteres Highlight stellte Stefan Schuricht aus Grimma Nachtsicht- und Nachtzieltechnik modernster Bauart vor. Neben der Erläuterung der Technik konnten alle Interessierten auch die Geräte begutachten und testen. Nach dem gemütlichen Mittagessen vom Grill – natürlich Wild aus heimischen Wäldern – lud der Gastgeber, Thomas Schulz, zu einer Exkursion in seinen Wald ein. In lockeren Gesprächen klang das diesjährige Sommerfest in Burkesdorf aus. Dank nochmals an den Gastgeber, Thomas Schulz und seiner Familie.

Termine 2019: Schwarzwildforschung Hainich, BioWild, Sommerfest

Werte Mitglieder, Freunde und Interessierte der ökologischen Jagd. Wir freuen uns für dieses Jahr eine Reihe weiterer Termine bekanntgeben zu können:

  • 30. März 09:00 – 12:00 Uhr (Samstag): Besuch des Projektes Schwarzwildforschung im Hainich. Neue Erkenntnisse zum Schwarzwildmanagement, Erfahrungsaustausch zu Saufängen. Anschließend auf dem Heimweg optional der Besuch der Messe Reiten Jagen Fischen und Forst³ in Erfurt. Neben interessanten Messeständen gibt es auch hier einen Informationsstand zum Thema Schwarzwildbejagung und Afrikanischer Schweinepest. Anmeldungen bitte bis 3. März.
  • 5.-7. April (Freitag – Sonntag): Exkursion Revier Beichlingen (Thüringen). Information über das BioWild-Projekt  mit Waldführung und Ansitz. Anmeldungen bitte bis 3. März.
  • 10.-12. Mai (Freitag – Sonntag): Exkursion Hatzfeldt-Wildenburg´sche Verwaltung in Schönstein (Wissen, Rheinland-Pfalz). Waldführung und Ansitz. Anmeldungen bitte bis 1. April.
  • 23. Juni (Sonntag) ab 10 Uhr: Jahreshauptversammlung und Sommerfest in Eibenstock. Wild vom Grill und aus dem Smoker in familiärer Athmosphäre. Anschließend eine Führung mit dem Förster durch diverse Waldbilder. Auch der Partner und die Kinder sind willkommen. Wir freuen uns auch über Gäste und Interessierte.

Diese Liste ist noch nicht abschließend und wird regelmäßig ergänzt. Zur besseren Planung und zur Organisation von Fahrgemeinschaften bitten wir um Anmeldung per Mail an die Geschäftsstelle: sachsen@oejv.de

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Korrektur: Nach kurzem Hin und Her findet das Sommerfest nun am 23. Juni (Sonntags) statt.

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Sehr geehrte Mitglieder des ÖJV Sachsen,

am Samstag, den 26.09.2015, um 12:00 Uhr findet unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt.     

Gasthof Drogenmühle Heidenau
Dresdener Straße 26
01809 Heidenau
http://www.drogenmuehle.de/

Anträge zur Mitgliederversammlung sind bitte schriftlich bis zum 11.09.2015 an den Vorstand zu richten.

Für eine optimale Vorbereitung in die Drückjagdsaison erfolgt am Vormittag ab 09:00 Uhr der Besuch der Schießkinos Heidenau (http://www.panzer-arena.de/de/Schiessstand-Heidenau). Neben dem Schießkino können auch 50/100 m Bahnen geschossen werden.

Bitte melden Sie sich zum Besuch des Schießkinos unbedingt in der Geschäftsstelle bis zum 15.09.2015 an.