Sonntag: Jägerprüfung live im Ersten

Filmtipp: Diesen Sonntag wird in Jägerkreisen kriminaltechnisch ermittelt. Keine Sorge, der Schuss ins Brötchen wird nicht wiederholt (leider). Vielmehr: Karl-Friedrich Boerne macht den Jagdschein. Wen hätte man auch besser als Aspiranten auswählen können, um alte und natürlich völlig zu Unrecht vergebene Klischees abzubauen?

tatort

Wir sind gespannt und freuen uns auf jede Menge Trachten und Jägerlatein. Mit etwas Glück erwarten wir die Geburtsstunde eines neuen Klassikers!

Sonntag in der ARD, 20:15 Uhr (mit einem Klick auf das Beitragsbild gelangen sie zur Vorschau)

 

Presseschau: Problemwölfe in Görlitz und Rathenow, Fangschuss und Notstand, Wölfe in der Schweiz

Die heutige Presseschau steht ganz im Zeichen des Wolfes:

  • Mit Zunahme der Population steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jäger zu angefahrenen und schwer verletzten Wölfen gerufen werden oder ein Jagdhund mit einem Wolf aneinandergerät. Dietrich Meyer-Ravenstein hat diese Fälle rechtlich unter die Lupe genommen und gibt Hinweise zum korrekten Verhalten auf der Seite des LJV Rheinland-Pfalz.
  • Der Landkreis Görlitz und das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft haben diese Woche beschlossen, dass ein zweijähriger Wolfsrüde aus dem Ruszow-Rudel entnommen werden soll. Der Wolf war mehrfach in der Nähe von Siedlungen aufgetaucht und zeigte keine Scheu vor Menschen. Es ist bekannt, dass er als Welpe von Menschen angefüttert wurde.
  • Der NABU kritisiert die Entscheidung des Ministeriums, den Wolf aus dem Ruszow-Rudel zu entnehmen. Nach Einschätzung des Naturschutzverbandes würden die Möglichkeiten der Besenderung und Vergrämung nicht in Erwägung gezogen. Zu diesen Möglichkeiten widerspricht Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky in einem ähnlichen Falle nahe Rathenow. Nach seiner Überzeugung sollte auf umständliche Vergrämungsversuche mit Einfangen und Besendern verzichtet werden, da sie in der Mehrheit der Fälle fehlschlagen.
  • Die Schweiz erlebt derzeit eine ähnliche Entwicklung wie der Freistaat Sachsen: der Wolf kehrt zurück, gleichzeitig flammen Konflikte mit Nutztierhaltern auf. Die Dokumentation „Die vielen Wölfe in der Schweiz“ zeigte 2012 mit Eindrucksvollen Bilden die Situation vor Ort und versucht zwischen den Standpunkten der Bauern und Jägerschaften sowie des Artenschutzes zu vermitteln. Die Sendung wird morgen 20:15 auf 3sat wiederholt und ist anschließend über die Mediathek einsehbar.