Der Sauensäger lädt ein zum Ansitz

Bald geht die Saison wieder los. Wer noch auf der Suche nach einer Jagdmöglichkeit in angenehmer und ungezwungener Gesellschaft und tollem Ambiente ist, für den haben wir heute eine gute Nachricht: Der Sauensäger lädt zum Ansitz (und im Winter zur Drückjagd) ein.

Die Teilnahme für Mitglieder ist kostenfrei, die Anzahl aber begrenzt. Entsprechend wird eine Voranmeldung an blockhausen@aol.com vorausgesetzt. Die Termine finden Sie HIER.

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Sonntag: Jägerprüfung live im Ersten

Filmtipp: Diesen Sonntag wird in Jägerkreisen kriminaltechnisch ermittelt. Keine Sorge, der Schuss ins Brötchen wird nicht wiederholt (leider). Vielmehr: Karl-Friedrich Boerne macht den Jagdschein. Wen hätte man auch besser als Aspiranten auswählen können, um alte und natürlich völlig zu Unrecht vergebene Klischees abzubauen?

tatort

Wir sind gespannt und freuen uns auf jede Menge Trachten und Jägerlatein. Mit etwas Glück erwarten wir die Geburtsstunde eines neuen Klassikers!

Sonntag in der ARD, 20:15 Uhr (mit einem Klick auf das Beitragsbild gelangen sie zur Vorschau)

 

Waldwissen zum hören (und sehen): das Reh

Kennen Sie schon forstcast.net? Unter dem Motto „Waldwissen zum Hören“ wurden und werden dort Podcasts zu verschiedenen waldbezogenen Themen veröffentlicht. Die Jagd spielte dabei ebenso häufiger eine Rolle. Der neuste Beitrag behandelt in gelungener Weise das Rehwild und ist außerdem als Video verfügbar:

forstcast.jpg

Schauen Sie mal vorbei. Ebenfalls empfehlen wir:

EU verschärft das Waffenrecht, geringe Auswirkungen auf deutsche Jäger

Das EU-Parlament hat das Waffenrecht verschärft. Die Abgeordneten stimmten einer Richtlinie zu, die als Reaktion auf die Anschläge in Paris erarbeitet wurde. Die vorgesehenen Änderungen betreffen

  • Registrierung und behördliche Kontrolle deaktivierter Dekorationswaffen
  • Verbot von halbautomatischen Waffen mit vergleichsweise großen Magazinen

Die Änderungen müssen noch von den einzelnen Mitgliedsländern gebilligt werden.

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Link: Tagesschau

Gleich: Waffenrecht heute wieder Thema im Bundestag

Es liegt noch nicht lange zurück, dass der Halbautomat nicht mit zur Maisernte genommen werden durfte. Nun wurde ein neuer Gesetzentwurf des Bündnis 90/Die Grünen zum Waffenrecht vorgebracht. Dieser beinhaltet unter anderem folgende Punkte:

  • Privatpersonen die Nutzung halbautomatischer Schusswaffen verbieten, wenn diese nach objektiven Kriterien besonders gefährlich sind.
  • die Verwendung von Großkaliberwaffen und Munition mit besonderen Schusswirkungen im Sinne einer erhöhten Durchschlagskraft oder einem gesteigerten Verletzungspotenzials durch Sportschützen verbieten.
  • strenge Aufbewahrungsregeln für Schusswaffen und Munition, die u.a. die getrennte Lagerung von Schusswaffen und zugehöriger Munition in Sicherheitsfächern, sowie effektive Kontrollen durch den autorisierten Besitzer vorsehen, und die besondere Missbrauchsgefahr angemessen berücksichtigen, die sich aus der gleichzeitigen Verfügbarkeit von schussfähigen Waffen und Munition in Privathaushalten ergibt.

Die Debatte kann live ab 11:10 Uhr über http://www.bundestag.de/ verfolgt werden.

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Update:

  • Martina Renner (Die Linke) hält Repetiergewehre für halbautomatische Waffen
  • Der Antrag wurde abgelehnt

Hessenschau: Rotwild quert die Straße

Heute lernen wir in der Hessenschau, warum 150 Stück Rotwild eine Straße überqueren:

  • „zu viele schießwütige Jäger“ aus dem Nachbarrevier
  • nächtliche Stangensucher mit Taschenlampen

Fehlt ja nur noch der Wolf. Dafür zahlt man doch gern Rundfunkbeitrag. Vielleicht liegt es auch einfach an den hohen und weiter ansteigenden Wildbeständen im Taunus. Wir empfehlen dazu auch den Mythos Angstrudel von Ulrich Wotschikowsky.

hessenschau

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Link: Hessenschau vom 2. März
Link: Wiesbadener Kurier zum Thema Rotwildbestände

 

Presseschau: „Pumpak“, Bayerischer Wald

Die Berichterstattung um den bei Görlitz zur Entnahme freigegebenen Wolf kommt nicht zur Ruhe und bewegt sich inzwischen auf bundesweitem Niveau:

Die in den Berichten erwähnte Petition zum Erhalt des Wolfsrüden verzeichnet inzwischen mehr als 75.000 Zeichner. Dieser Wert allein ist ein Indikator für das hoch emotional geladene Level, auf dem die Debatte derzeit geführt wird.

Entsprechend bemängelt Ulrich Wotschikowsky, der sich sonst allgemein gegen langwierige Fang- und Vergrämungsmaßnahmen ausspricht, dass Landratsamt und Ministerium in dieser Angelegenheit zuvor die Expertise des Büro Lupus  und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hätten einholen sollen. Beide Einrichtungen befinden sich noch dazu unmittelbar im selben Landkreis. Den Lesenswerten Kommentar des Wolfsexperten finden sie hier: www.woelfeindeutschland.de.

Zum Abschluss noch eine erfreulichere Nachricht: Der Wolf wurde im Bayerischen Wald bestätigt.

Resümee Winterkolloquium 2017

Am vergangenen Montag fand nun zum bereits 18. mal das Winterkolloquium das ÖJV Sachsen statt. Inzwischen kann man also von einer gewissen Tradition sprechen. Insbesondere freuten wir uns über das bunte Auditorium aus Jägern, Studenten, Wissenschaftlern und Jagdgenossen.

Der Saal war prächtig gefüllt und erhallte zum Vortrag unseres Referenten Michael Duhr, der uns den Weg zur Jagdgenossenschaft aufzeigte, die Interessen der Jäger, Landeigentümer und Naturschützer unter einem Hut vereint. Wir möchten, dass dieses Beispiel Schule macht und rufen uns darum noch einmal kurz die Eckpunkte ins Gedächtnis:

  • Miteinander reden und gemeinsame Ziele definieren,
  • die Zielerreichung jährlich zusammen im Revier anschauen,
  • sowie Ortsnähe statt maximalem Pachtpreis.

Das glückliche Miteinander funktioniert am besten, wenn Verpächter und Pächter die gleichen Interessen verfolgen. Sind Konflikte unlösbar, sollte mit einem objektiven Wildschadensmonitoring ein klares Instrument zur Feststellung des Zustandes im Revier zur Verfügung stehen. Spätestens dann müssen Behörden ihre Aufgaben wahrnehmen und für Recht und Gesetz eintreten.

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Wir danken unserem Referenten, der Fachrichtung für die Räumlichkeiten und IT-Betreuung, sowie allen Gästen für ihr zahlreiches Erscheinen. Bis zum nächsten Jahr!

Die Veranstaltung wurde aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert.

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Links

Presseschau: Problemwölfe in Görlitz und Rathenow, Fangschuss und Notstand, Wölfe in der Schweiz

Die heutige Presseschau steht ganz im Zeichen des Wolfes:

  • Mit Zunahme der Population steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jäger zu angefahrenen und schwer verletzten Wölfen gerufen werden oder ein Jagdhund mit einem Wolf aneinandergerät. Dietrich Meyer-Ravenstein hat diese Fälle rechtlich unter die Lupe genommen und gibt Hinweise zum korrekten Verhalten auf der Seite des LJV Rheinland-Pfalz.
  • Der Landkreis Görlitz und das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft haben diese Woche beschlossen, dass ein zweijähriger Wolfsrüde aus dem Ruszow-Rudel entnommen werden soll. Der Wolf war mehrfach in der Nähe von Siedlungen aufgetaucht und zeigte keine Scheu vor Menschen. Es ist bekannt, dass er als Welpe von Menschen angefüttert wurde.
  • Der NABU kritisiert die Entscheidung des Ministeriums, den Wolf aus dem Ruszow-Rudel zu entnehmen. Nach Einschätzung des Naturschutzverbandes würden die Möglichkeiten der Besenderung und Vergrämung nicht in Erwägung gezogen. Zu diesen Möglichkeiten widerspricht Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky in einem ähnlichen Falle nahe Rathenow. Nach seiner Überzeugung sollte auf umständliche Vergrämungsversuche mit Einfangen und Besendern verzichtet werden, da sie in der Mehrheit der Fälle fehlschlagen.
  • Die Schweiz erlebt derzeit eine ähnliche Entwicklung wie der Freistaat Sachsen: der Wolf kehrt zurück, gleichzeitig flammen Konflikte mit Nutztierhaltern auf. Die Dokumentation „Die vielen Wölfe in der Schweiz“ zeigte 2012 mit Eindrucksvollen Bilden die Situation vor Ort und versucht zwischen den Standpunkten der Bauern und Jägerschaften sowie des Artenschutzes zu vermitteln. Die Sendung wird morgen 20:15 auf 3sat wiederholt und ist anschließend über die Mediathek einsehbar.