EU verschärft das Waffenrecht, geringe Auswirkungen auf deutsche Jäger

Das EU-Parlament hat das Waffenrecht verschärft. Die Abgeordneten stimmten einer Richtlinie zu, die als Reaktion auf die Anschläge in Paris erarbeitet wurde. Die vorgesehenen Änderungen betreffen

  • Registrierung und behördliche Kontrolle deaktivierter Dekorationswaffen
  • Verbot von halbautomatischen Waffen mit vergleichsweise großen Magazinen

Die Änderungen müssen noch von den einzelnen Mitgliedsländern gebilligt werden.

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Link: Tagesschau

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Gleich: Waffenrecht heute wieder Thema im Bundestag

Es liegt noch nicht lange zurück, dass der Halbautomat nicht mit zur Maisernte genommen werden durfte. Nun wurde ein neuer Gesetzentwurf des Bündnis 90/Die Grünen zum Waffenrecht vorgebracht. Dieser beinhaltet unter anderem folgende Punkte:

  • Privatpersonen die Nutzung halbautomatischer Schusswaffen verbieten, wenn diese nach objektiven Kriterien besonders gefährlich sind.
  • die Verwendung von Großkaliberwaffen und Munition mit besonderen Schusswirkungen im Sinne einer erhöhten Durchschlagskraft oder einem gesteigerten Verletzungspotenzials durch Sportschützen verbieten.
  • strenge Aufbewahrungsregeln für Schusswaffen und Munition, die u.a. die getrennte Lagerung von Schusswaffen und zugehöriger Munition in Sicherheitsfächern, sowie effektive Kontrollen durch den autorisierten Besitzer vorsehen, und die besondere Missbrauchsgefahr angemessen berücksichtigen, die sich aus der gleichzeitigen Verfügbarkeit von schussfähigen Waffen und Munition in Privathaushalten ergibt.

Die Debatte kann live ab 11:10 Uhr über http://www.bundestag.de/ verfolgt werden.

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Update:

  • Martina Renner (Die Linke) hält Repetiergewehre für halbautomatische Waffen
  • Der Antrag wurde abgelehnt