Achtung Uhrzeitänderung: Jahreshauptversammlung am 2. Dezember, Beginn 13:00 Uhr

Sehr geehrte Mitglieder und Gäste, der Beginn der Jahreshauptversammlung am 2. Dezember wird um eine Stunde auf 13.00 Uhr vorverlegt.

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Einladung zur Jahreshauptversammlung 2017

Der ÖJV Sachsen führt die Jahreshauptversammlung am 02.12.2017 durch. Dazu laden wir zunächst am Vormittag herzlich zu einer Ansitzdrückjagd in Dorfchemnitz/Blockhausen ein. Treffpunkt ist die Walderlebnishütte Blockhausen, Mordsteinweg 1, 09619 Dorfchemnitz um 8:00 Uhr.

Die eigentliche Jahreshauptversammlung beginnt um 13:00 Uhr (aktualisiert am 14. Oktober). Treffpunkt ist ebenfalls die Walderlebnishütte Blockhausen. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

  1. Begrüßung durch den Vorsitzenden/Grußwort
  2. Bericht des 1. Vorsitzenden und des Geschäftsführers
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Entlastung / Neuwahl des Vorstandes, des Schatzmeisters und der Kassenprüfer
  6. Anfragen / Diskussionen / Sonstiges
  7. Schlusswort des Vorsitzenden

Anträge zur Mitgliederversammlung, Wahlvorschläge, Änderungen an der Tagesordnung sowie Anfragen und sonstige Themenvorschläge sind schriftlich bis zum 15.11.2017 in der Geschäftsstelle einzureichen.

Wir bitten für die Drückjagd um Anmeldung bei der Geschäftsstellen unter sachsen@oejv.de

Impressionen vom Baumklettersitz-Seminar

Am Wochenende ging es hoch hinaus für die Teilnehmer des ÖJV-Seminars „Baumklettersitze“ in Blockhausen. Der Tag begann mit einer Unterweisung in die essenziellen Bestandteile und das Zubehör zum Klettersitz. Dabei durfte auch ein Exkurs in die Knotenkunde nicht fehlen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause am längsten Tisch der Welt ging es dann hinauf auf die Bäume. Verschiedene Klettersitz-Modelle konnten ausprobiert werden. Diverse Hinweise zu Zubehör und hilfreiche Modifikationen rundeten das Programm ab. Höhepunkt des Tages war ohne Zweifel das Abseilen – für Notfälle jeglicher Art – aus 15m Höhe.

Wir danken der Familie Minner für diesen gelungenen Tag.

Hinweis: Diese Veranstaltung wurde aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert.

Seminar Baumklettersitz am 9. September in Blockhausen

Klettersitze – sogenannte „Tree Stands“ – sind mobile jagdliche Einrichtungen, mit denen man einen Baum hinaufklettert. Sie sind in den USA seit Jahren weit verbreitet. In Deutschland stellen Sie noch ein Novum dar und werden aufgrund der ungewohnten Technik von hiesigen Jäger zunächst nur zurückhaltend beachtet. Lediglich einige wenige Spezialisten haben bisher daran Gefallen gefunden und können mit teils beeindruckenden Jagderfolgen aufwarten.

Dabei bieten Klettersitze für fast alle Jäger diverse Vorteile bei der Jagdausübung. Durch die hohe Position am Baum gewährleisten sie stets sicheren Kugelfang. Sie stellen eine effiziente Option in Gebieten ohne bestehende jagdliche Einrichtungen dar, oder wenn alte feste Einrichtungen bereits dem Wild bekannt sind und gemieden werden. Klettersitze sind ideal zum Austesten von Positionen für neu geplante feste Leitern oder können kurzfristig an Verbissschwerpunkten, als hohe Position mit Kugelfang bei Erntejagden im Feld zur Reduktion der Schwarzwildbestände, sowie zur Aufwertung und Lückenschluss auf Drückjagden verwendet werden.

Wir wollen dass alle Jäger sich selbst ein Bild davon machen können und laden Sie darum herzlich zum Praxisseminar Klettersitz am 9. September nach Blockhausen ein. Seminarleiter Harald Minner ist selbst erfahrener Kletterer, Jäger und Rettungsassistent. Neben der notwendigen Technik vermittelt er auch viele jagdliche Kniffe im Umgang mit den mobilen Sitzen.

Alle notwendigen Details über Ablauf und Anmeldung erfahren sie auf der Themenseite Klettersitz.

 

 

Schalldämpfer in Hessen für alle Jäger zugelassen

Das hessische Innenministerium hat per Verordnung (Hessischer Staatsanzeiger vom 5. Juni) die Nutzung des Schalldämpfers auf der Jagd für alle Jäger ab sofort zugelassen. Hessen war seit langem ein Vorreiter in Sachen Schalldämpfer, gestattete die Nutzung zunächst aber nur Jägern, welche die Jagd aus beruflichen Gründen ausüben mussten.

Dem Verordnungstext ist zu entnehmen, dass jedem Jäger nur ein Schalldämpfer zugestanden werden soll. Ausnahmen sollen nur in begründeten Ausnahmefällen – beispielsweise für anerkannte Nachsuchengespanne – zugelassen werden. Diese Regelung erscheint fragwürdig, wird doch im gleichen Text auch angeführt, dass durch die Verfügbarkeit von Schalldämpfern keine negativen Begleiterscheinungen für die öffentliche Sicherheit einhergehen.

Wer in England die waldbezogene Avifauna retten möchte, sollte mehr Wildfleisch essen

Zu diesem Schluss kommt eine Forschungsgruppe der Universität in Nottingham. Anstoß der Analyse ist der dort stetige Rückgang der in Wäldern vorkommenden Vogelarten. Neben dem natürlich vorkommenden Rehwild und Rotwild wurden in England zusätzlich Damwild, Sikawild, Muntjaks und das Wasserreh ausgewildert. Durch eine Kombination aus fehlenden Prädatoren, nachlassendem Management durch die Jagd und Winteräsung auf den Feldern nehmen die Wilddichten der Hirschartigen dort wie auch in Deutschland stetig zu. Innerhalb der letzten Jahrzehnte hatte sich damit auch sichtlich die Struktur der Wälder verändert.

Die Forschergruppe hat per Laserscanning die Struktur der Wälder untersucht und dabei Regionen mit hoher und geringer Wilddichte verglichen. Sie kamen zum Schluss, dass die Anzahl und Dichte von Sträuchern und kleinen Bäumen im Höhenbereich bis zu 2 Metern bei hoher Wilddichte um 68% geringer ausfällt. Gerade dieser Bereich ist jedoch essenziell für die meisten Vogelarten.

Diese Ergebnisse stellen damit erneut in Frage, ob Rotwild in Waldlebensräumen überhaupt als „Schirmart“ gelten kann.

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Links:

Drückjagdvorbereitung am 2. September

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des ÖJV Sachsen, am 2. September wollen wir uns gemeinsam von 9-12 Uhr im Schießkino Mitteldeutschland auf die anstehende Drückjagdsaison vorbereiten. Das Kino bietet eine außergewöhnlich große Leinwand, sowie vorzügliche Entlüftung und Schallabsorption. Wir denken daher, dass sich die weitere Anreise definitiv lohnt.

Treffpunkt: Schortentalstraße 28, 07613 Heideland/Königshofen
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme über die Geschäftsstelle per Email an sachsen@oejv.de an.

Im Anschluss daran werden wir um 14 Uhr die Jahreshauptversammlung in Krumhermersdorf bei Zschopau abhalten. Die Einladung dazu wird noch gesondert erfolgen.

Mais mit Blüh- und Bejagungsstreifen

Ab diesem Jahr sind bei der Maisaussaat freigelassene Blüh- und Bejagungsstreifen in der Antragssoftware für Landwirte (DIANA) integriert, wie das Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie informiert. Die entsprechend angelegten Schläge werden bei Berechnungen und Kontrollen so behandelt, als handele es sich um ein vollständig mit Mais angebauten Schlag. Dazu müssen diese lediglich mit dem Nutzungscode 177 versehen werden.

Hintergrund des Updates ist die Notwendigkeit der Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände in Sachsen und dem damit verbundenen Maßnahmenkatalog der Freiberger Erklärung aus dem Jahre 2014.

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Weiterführende Informationen:

 

Schalldämpfer, Stadtschweine, jagen für den Wald

Die Blätter treiben aus, die Vögel zwitschern und die Böcke fegen – es wird Frühling. Kurz vor dem Start der österlichen Jagdsaison möchten wir Sie noch eben mit einigen Neuigkeiten vertraut machen.

  • Bereits Ende März hat das Innenministerium in Mecklenburg-Vorpommern per Erlass allgemein den Schalldämpfer für die Jagd freigegeben. Die Regelung ist unabhängig von einer eventuellen Vorschädigung des Gehörs. In Mecklenburg-Vorpommern fällt der Schalldämpfer nicht unter die sachlichen Verbote des Jagdgesetz.
  • Ganz anders entschied letzte Woche in Sachen Schalldämpfer das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Es sieht kein allgemeines Bedürfnis für Jäger bei der Jagdausübung. Die vollständige Urteilsbegründung liegt noch nicht vor, die ersten Informationen sind aber bereits haarsträubend. So werde die Verwendung von Schalldämpfern zur Jagd „kontrovers beurteilt und sei bis heute in den Landesjagdgesetzen verschiedener Bundesländer sogar ausdrücklich verboten“. Damit lebt das Gericht noch in der Vergangenheit. Die Stimmen gegen den Schalldämpfer haben sich seit Jahren gelegt, wohl wissend, dass sie lediglich auf Vorurteilen und Agentenfilmen beruhten. Auch der DJV sprach sich bereits 2013 einheitlich für den Schalldämpfer aus. Bei aktuellen Jagdrechtsnovellen wie in Thüringen wird das Thema Schalldämpfer bereits nüchtern ad acta gelegt.
  • Entgegen der Erwartungen ernährt sich das Schwarzwild in Großstädten wie Berlin nur zu geringen Anteilen von Müll und Abfällen, sondern ganz überwiegend von natürlichen Ressourcen. Zu diesem Ergebnis kam das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung bei der Auswertung des Mageninhalts von rund 250 erlegten Wildschweinen. In nur vier Fällen konnten Wurstbrot oder Plastikteile nachgewiesen werden.
  • Der ÖJV Bayern hat ein zweites Video auf YouTube veröffentlicht. Diesmal lautet das Thema „Jagen für den Wald“: