Presseschau: Afrikanische Schweinepest kommt näher (Spiegel) | Info der Sächsischen Tierseuchenkasse

Die ASP hält nun vermehrt Einzug in die großen Medien. Heute erschien ein Beitrag in der Onlineausgabe des Spiegels, der die finanziellen Schäden und aktuellen Präventionsmaßnahmen aufgreift.

Der letzte Absatz mag dabei etwas verwirren:

„Bisher wurden immer nur so viele Tiere geschossen, dass sich die wachsende Zahl der Wildschweine ungefähr auf einem Level hielt. Mit der Abschussprämie werde der Bestand, der in Mecklenburg-Vorpommern bei 25.000 Tieren liegen soll, nun um einige Tausend verringert.“

Ein Bestand an Wildtieren kann sich – rein theoretisch – auf einem Level halten oder wachsen, nicht aber beides gleichzeitig. In der Praxis fluktuiert die Bestandeshöhe von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von Witterung und Nahrungsverfügbarkeit gerade beim Schwarzwild jedoch stark, so dass auch nicht von einem linearem Anstieg der Bestandeshöhe die Rede sein kann. Zuletzt scheint diese mit 25.000 Stück auch etwas zu gering angesetzt, wenn man bedenkt, dass in Mecklemburg-Vorpommern innerhalb des letzten Jahrzehntes jährlich zwischen 50.000 – 75.000 Wildschweine erlegt wurden.

Link: Spiegel – Afrikanische Schweinepest kommt näher

Unterdessen hatte die Sächsische Tierseuchenkasse noch im letzten Jahr Informationen über die ASP sowie Maßnahmen zur Seuchenprävention für Schweinehalter zusammengetragen.

Link: TSK – Informationen ASP

Vor diesem Hintergrund sei auch nochmal an das am 17. Januar stattfindende ÖJV Winterkolloquium in Tharandt erinnert, wo Torsten Müller zum Thema ASP referieren wird.

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Filmtipp: quer – Bayerns Jäger rüsten auf (BR)

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Europa aus. In mehreren Bundesländern wurden kürzlich Maßnahmen ergriffen um vorsorglich die überhöhten Schwarzwildbestände als mögliche Krankheitsüberträger auszudünnen. Die Palette reicht dabei von Abschussprämien über Saufänge bis hin zu Ausnahmen vom Verbot von Lichtquellen bei der Jagdausübung. In anderen Bundesländern wie Sachsen und Thüringen ist eine Novelle der Jagdgesetzgebung derzeit im Gange.

Noch kurz vor Weihnachten lief dazu im Bayerischen Rundfunk ein kurzer Beitrag in der Sendung „quer“.

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Link zur Mediathek, Beitrag ab Minute 23)

Freistaat Sachsen übernimmt Gebühren für Trichinenschau bei erlegtem Schwarzwild

Gestern hat das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerium entschieden, vorläufig die Kosten für die Trichinenschau bei Wildschweinen zu übernehmen. Den Jägern wird damit insbesondere bei kleinen Frischlingen ein hoher Anteil der Fixkosten abgenommen und in der Folge ein Anreiz für deren Erlegung gegeben. Die Maßnahme soll die Reduktion der Schwarzwildbestände bestärken und damit mögliche Infektionswege der Afrikanischen Schweinepest verhindern. Die Kostenübernahme ist zeitlich befristet.

Einladung zum Winterkolloquium 2018: Afrikanische Schweinepest und der Einfluss des Schalenwildes auf die Waldverjüngung

Das ÖJV-Winterkolloquium informiert traditionell zu jagdlich brisanten Themen und hat sich damit bereits zu einer festen  Größe entwickelt. Zwei Aspekte haben im zurückliegenden Jahr die jagdliche Themenwelt im Besonderen dominiert: die Jagd auf das Rot- und Rehwild im Erzgebirge und das Voranschreiten der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Die Schäden durch Schäle und Verbiss im Wald sind hoch wie selten zuvor und gefährden die teuren Investitionen in den Waldumbau. Für Forstbetriebe und Grundeigentümer steht darum mehrheitlich fest: die Wildbestände müssen reduziert werden. Dagegen formiert sich Widerstand durch die Hegegemeinschaften und Jagdpächter, die um den Tierschutz fürchten und die Schadursachen in der Jagdpraxis sehen.

Die ASP ist bereits in der Tschechischen Republik und in Polen angekommen und steht damit unmittelbar vor den Toren Sachsens. Ein Ausbruch der tödlichen Seuche hätte für Land-, Forst- und Jagdwirtschaft gravierende Einschnitte und horrende finanzielle Strapazen zur Folge. Die hohen Wildschweinbestände stehen dabei als Krankheitsüberträger im Fokus. Doch Wildschweine sind nachtaktiv und schlau, mit gebräuchlichen Jagdmethoden ist Ihnen nicht mehr Herr zu werden. Wie kann man der Seuche also überhaupt noch präventiv entgegentreten und welche Folgen hätte ein Ausbruch in Sachsen?

Der Ökologische Jagdverein Sachsen freut sich zu beiden brennenden Themen hochkarätige Referenten am 17. Januar, um 18:30 Uhr in Tharandt (Fachrichtung Forstwissenschaften, Judeichbau, Pienner Str. 19) vorstellen zu dürfen:

  • Frank Christian Heute spricht über den Einfluss des Schalenwildes auf die Waldverjüngung. Der studierte Landschaftsökologe ist selbst Jagdpächter und hat damit Einblick auf beide Seiten der Medaille. Als Projektleiter und Autor zahlreicher Publikationen in Sachen Wald und Wild gilt er als anerkannter Fachmann in seinem Bereich.
  • Torsten Müller spricht über Prävention und Folgen der Afrikanischen Schweinepest in Anbetracht der geplanten Änderung des Jagdgesetzes. Der Veterinär arbeitet im Sachgebiet Seuchenbekämpfung des Erzgebirgskreises und ist damit unmittelbar mit der Thematik betroffen.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, den Abend mit uns zu verbringen. Wie üblich wird im Anschluss in familiärer Atmosphäre ein kleiner Imbiss zur Verfügung stehen.

PosterWinterkolloquium2018

 

Änderung des Sächsischen Jagdgesetzes im Zuge der Afrikanischen Schweinepest (ASP)

In Folge der akuten Bedrohungslage durch die ASP werden derzeit bundesweit rechtliche Änderungen in der jagdlichen Praxis erlassen. Nun liegt auch der Gesetzentwurf zur Änderung des Sächsischen Jagdgesetzes vor.

Konkret beinhaltet der Entwurf folgende Änderungen:

  • das sachliche Verbot zum Schalldämfer entfällt
  • Ausnahmen in der Fallenjagd, Stichwort: Saufänge
  • Duldungspflicht von überjagenden Hunden auf Gesellschaftsjagden

Unabhängig von der ASP wäre damit auch in Sachsen der Weg frei für die Jagd mit dem Schalldämpfer. Der Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft wird dazu am 18. Dezember eine öffentliche Anhörung abhalten, zu der auch wir einen Experten entsenden werden. Der Zeitpunkt ist durchaus unglücklich gewählt, werden die Änderungen damit doch frühestens in Kraft treten, wenn die Jagdsaison bereits wieder vorbei ist.

Älteste Darstellungen von Jagdhunden auf mindestens 8000 Jahre datiert

Man geht davon aus, dass sich die ersten Jagdhunderassen durch Domestizierung vor ca. 15.000 Jahren entwickelten. Forscher des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte haben nun Felsreliefe aus dem Norden Saudi-Arabiens auf ein Alter von mindestens 8.000 Jahre datiert. Es sind damit die ältesten Abbildungen von Jagdhunden – und sie trugen wahrscheinlich bereits Leine und Halsband.

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Link: Artikel in der Science

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2017

Der ÖJV Sachsen führt die Jahreshauptversammlung am 02.12.2017 durch. Dazu laden wir zunächst am Vormittag herzlich zu einer Ansitzdrückjagd in Dorfchemnitz/Blockhausen ein. Treffpunkt ist die Walderlebnishütte Blockhausen, Mordsteinweg 1, 09619 Dorfchemnitz um 8:00 Uhr.

Die eigentliche Jahreshauptversammlung beginnt um 13:00 Uhr (aktualisiert am 14. Oktober). Treffpunkt ist ebenfalls die Walderlebnishütte Blockhausen. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

  1. Begrüßung durch den Vorsitzenden/Grußwort
  2. Bericht des 1. Vorsitzenden und des Geschäftsführers
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Entlastung / Neuwahl des Vorstandes, des Schatzmeisters und der Kassenprüfer
  6. Anfragen / Diskussionen / Sonstiges
  7. Schlusswort des Vorsitzenden

Anträge zur Mitgliederversammlung, Wahlvorschläge, Änderungen an der Tagesordnung sowie Anfragen und sonstige Themenvorschläge sind schriftlich bis zum 15.11.2017 in der Geschäftsstelle einzureichen.

Wir bitten für die Drückjagd um Anmeldung bei der Geschäftsstellen unter sachsen@oejv.de

Impressionen vom Baumklettersitz-Seminar

Am Wochenende ging es hoch hinaus für die Teilnehmer des ÖJV-Seminars „Baumklettersitze“ in Blockhausen. Der Tag begann mit einer Unterweisung in die essenziellen Bestandteile und das Zubehör zum Klettersitz. Dabei durfte auch ein Exkurs in die Knotenkunde nicht fehlen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause am längsten Tisch der Welt ging es dann hinauf auf die Bäume. Verschiedene Klettersitz-Modelle konnten ausprobiert werden. Diverse Hinweise zu Zubehör und hilfreiche Modifikationen rundeten das Programm ab. Höhepunkt des Tages war ohne Zweifel das Abseilen – für Notfälle jeglicher Art – aus 15m Höhe.

Wir danken der Familie Minner für diesen gelungenen Tag.

Hinweis: Diese Veranstaltung wurde aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert.