Einladung zu Sommerfest und Jahreshauptversammlung | 11. Juli 2020 10:00 Uhr Frauenstein

Werte Mitglieder und Freunde des ÖJV Sachsen,

In der letzten Ausgabe der ÖKOJagd hatten wir zu unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung eingeladen. Wir führen diese Veranstaltung tatsächlich – und natürlich unter Wahrung der Corona-Abstandsregelungen – durch und laden darum nochmals herzlich ins Erzgebirge ein am

Samstag, den 11. Juli um 10:00 Uhr in
Tempel 28, 09623 Frauenstein.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung gibt es neben dem formalen Teil und ggf. erforderlicher Abstimmungen intensive Diskussionen zu zukünftig anstehenden Herausforderungen für die Jagd in Sachsen. Zudem wird ein Experte über technische Möglichkeiten der Schwarzwildbejagung mittels Wärmebildgeräten berichten und verschiedene Modelle auch vorführen. Im Anschluss daran wird es gegrilltes Wild geben.

Nach dem Mittagessen führt uns Förster Thomas Schulz durch seinen eigenen Wald und zeigt, wie durch konsequente Jagd auch im Privatwald Naturverjüngung und Waldumbau gelingen können.

Auf Grund der erforderlichen Hygieneregeln und den Planungen dazu bitten wir Sie uns bis spätestens 09.07.2020 eine kurze Rückmeldung per Mail unter sachsen@oejv.de zu geben, wenn Sie teilnehmen.

Horrido,
ÖJV Sachsen

Einzeljagd in Sachsen weiterhin zulässig

Nach Information des SMS ist die Jagdausübung im Rahmen der Einzeljagd in Sachsen auch unter der Ausgangsbeschränkung aufgrund des Corona-Virus weiterhin als triftiger Grund zulässig. Ein Passierschein ist dafür nicht notwendig, der Jagdschein im Allgemeinen ist als Legitimation ausreichend. Bedingung ist, dass man während des gesamten Zeitraumes allein oder maximal in Begleitung der Angehörigen des eigenen Hausstandes ist. Diese Regelung gilt auch für Beprobung von Fall- und Unfallwild.

Bleiben Sie gesund und Weidmannsheil.

Termin abgesagt – ÖJV Sachsen Frühjahrsschießen im Erzgebirge

Der Termin wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt.

Nach der guten Resonanz zum Herbstschießen freuen uns wir dieses Jahr auch wieder einen Frühjahrstermin zur Vorbereitung auf die Bockjagd anzubieten. Wir treffen uns am 28. März 2019 ab 08:00 – 12:00 Uhr auf dem Schießstand des Greifensteiner Schützen- und Jägervereins in Schönfeld (Mittelweg, 09488 Thermalbad Wiesenbad OT Schönfeld)

Es wird dort die Möglichkeit geben die Waffe auf 100m zu kontrollieren und ggf. neu anzuschießen, fachkundige Helfer stehen dabei gern für Hilfestellung bereit. Auf der 50m-Bahn werden wir wieder parellel diverse Disziplinen auf die Rehscheibe anbieten. Auch für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Für Planungssicherheit bitten wir um Voranmeldung per Email an martin.schubert@oejv.de. Ab einer gewissen Truppenstärke werden wir die Teilnehmer ggf. zeitlich in Gruppen staffeln.

 

 

 

Winterkolloquium 2020: Prof. Ernst-Detlef Schulze spricht über den Wald-Wild-Konflikt in Zeiten des Klimawandels und Artenschwundes

Die beiden Jahre 2018 und 2019 haben im Sächsischen Wald aller Eigentumsarten erhebliche Schäden durch Stürme, Schneebruch, Trockenheit und Borkenkäferbefall
verursacht. Dazu kommen die seit Jahren bereits eher nicht von der Öffentlichkeit bemerkten Waldschäden durch überhöhte Schalenwildbestände.

Tausende Hektar Kahlflächen sind zeitnah wieder zu bewalden. Waldbesitzer stehen durch die enorm gesunkenen Holzverkaufspreise finanziell mit dem Rücken zur Wand und können sich die Pflanzungen auf Ihren Flächen zum Teil nicht mehr leisten. Die natürliche Sukzession wird vielerorts durch Wild verhindert. Die überhöhten Schalenwildbestände verhindern aber nicht nur die Wiederbewaldung oder eine zügige Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel, sie verhindern auch, dass unser Wald andere wesentliche Waldfunktionen und Waldwirkungen nicht in ausreichendem Maße erbringen kann. Durch die Einwirkungen des Schalenwildes kommt es zu Einschränkungen beim Hochwasserschutz, beim Artenschutz, beim Naturschutz oder aber bei der Erholungsnutzung des Waldes.

Herr Prof. em. Dr. Ernst-Detlef Schulze, ehemaliger Geschäftsführender Direktor des MaxPlanck-Institutes für Biogeochemie in Jena, wird das Thema „Der Wald-Wild Konflikt in Zeiten des Klimawandels und des Artenschwundes“ am 15.01.2020 um 18:30 Uhr in der Pienner Str. 19 in 01737 Tharandt (Judeich-Bau der TU Dresden, Fachrichtung Forstwissenschaften) beleuchten und den Einfluss des Wildes auf das gesamte Ökosystem Wald aufzeigen.

Einladung – Ein Vortragsabend zum Wolf

Romulus und Remus wurden der Sage nach von einer Wölfin gesäugt. Unser größtes hundeartiges Raubtier und Ursprung des heutigen Hundes war früher über die gesamte nördliche Hemisphäre verbreitet und hatte damit eine feste Rolle in jedem Kulturraum gefunden. In Mitteleuropa wurde der Wolf einst nahezu vollständig ausgerottet. Doch seit dem Jahr 2000 kehrt er nach Deutschland zurück.

Im Monitoringjahr 2017/2018 wurden in Sachsen 18 territoriale Rudel mit 65 Welpen bestätigt. Doch während sich die Einen über eine Bereicherung der Artenvielfalt freuen, sind längst nicht alle mit seiner Rückkehr glücklich – das Thema Wolf spaltet die Gesellschaft.

Wir wollen zur Versachlichung dieser Diskussion beitragen, wollen Fakten zum Wolf zeigen, aber auch über Konflikte, Lösungen und das Wolfsmanagement diskutieren.

Darum laden wir Sie herzlich ein zum Themenabend „Wolf“ am

23. Oktober 2019 um 18:00 Uhr im Kulturhaus Aue in der Gothestr. 2, 08280 Aue.

  • Helene Möslinger „Wölfe zurück in Deutschland – Leben mit dem Wolf“
  • Sebastian Körner „Warum ich Deutschlands wilde Wölfe filme“

Es erwarten Sie zwei spannende Fachvorträge renommierter Wolfsexperten. Helene Möslinger, Biologin aus Österreich, arbeitet seit 2011 im sächsischen Wolfsmanagement (LUPUS, Kontaktbüro Wölfe in Sachsen). Sebastian Körner dokumentiert seit 2003 die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland mit der Filmkamera. Seine Aufnahmen wurden unter anderem im WDR, NDR und auf arte veröffentlicht.

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Einladung – Ein Vortragsabend zum Luchs

Backenbart, Pinselohr und Stummelschwanz – so kennt man den eurasischen Luchs, die größte europäische Katzenart. Ursprünglich nannte der leise Jäger ganz Europa sein Streifgebiet. Durch den Menschen wurde er jedoch bis zu seiner Unterschutzstellung im 20. Jahrhundert nahezu flächig ausgerottet. Seine heutigen Vorkommen im Bayerischen Wald, im Pfälzer Wald und im Harz gehen auf Auswilderungen durch den Menschen zurück.

In Sachsen werden lediglich das Erzgebirge und die sächsische Schweiz hin- und wieder von Einzeltieren aus der tschechischen Republik durchstreift. Im Westerzgebirge wird seit 2013 ein männliches Tier bei Johanngeorgenstadt beobachtet, dessen Brautschau jedoch bisher ohne mögliche Kandidatinnen verblieb. Hat der Luchs damit auch in Sachsen eine Chance wieder dauerhaft heimisch zu werden?

Die Grüne Aktion Westerzgebirge e.V. und der Ökologische Jagdverein Sachsen e.V. laden Sie herzlich zum Vortragsabend „Luchs“ am

11. September 2019 um 18:00 Uhr im Kulturhaus Aue, Goethestr. 2, 08280 Aue ein.

  • Ole Anders „Luchs in Bayern – Ökologie, Monitoring und Management“
  • Markus Schwaiger „Wiederansiedlung des Luchses im Nationalpark Harz und die Entwicklung der dortigen Luchspopulation“

Es erwarten Sie zwei spannende Fachvorträge renommierter Luchsexperten. Ole Anders koordiniert seit dem Start im Jahre 1999 das Luchsprojekt im Nationalpark Harz und hat die Wiederansiedlung bis heute begleitet. Markus Schwaiger arbeitet seit über zehn Jahren im Luchsprojekt Bayern und koordiniert heute das 3Lynx-Projekt.

Herzlich, Ihr

Jörg Richter (GAW e.V.) und
Henrik Thode (ÖJV Sachsen e.V.)

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Streitfrage: Soll man Wild füttern?

Der BR begleitet den Wildbiologen Andreas König bei seiner Forschung zur Frage, ob man Rehwild füttern sollte. Man kommt zum Schluss, dass in den untersuchten Gefilden zur vermeintlichen „Notzeit“ kein Bedarf zur Fütterung besteht, das Rehwild zeigt eine hohe Konstitution und ist in den unterschiedlichen Biotopen ausreichend mit Energie versorgt.

 

 

Termine 2019: Schwarzwildforschung Hainich, BioWild, Sommerfest

Werte Mitglieder, Freunde und Interessierte der ökologischen Jagd. Wir freuen uns für dieses Jahr eine Reihe weiterer Termine bekanntgeben zu können:

  • 30. März 09:00 – 12:00 Uhr (Samstag): Besuch des Projektes Schwarzwildforschung im Hainich. Neue Erkenntnisse zum Schwarzwildmanagement, Erfahrungsaustausch zu Saufängen. Anschließend auf dem Heimweg optional der Besuch der Messe Reiten Jagen Fischen und Forst³ in Erfurt. Neben interessanten Messeständen gibt es auch hier einen Informationsstand zum Thema Schwarzwildbejagung und Afrikanischer Schweinepest. Anmeldungen bitte bis 3. März.
  • 5.-7. April (Freitag – Sonntag): Exkursion Revier Beichlingen (Thüringen). Information über das BioWild-Projekt  mit Waldführung und Ansitz. Anmeldungen bitte bis 3. März.
  • 10.-12. Mai (Freitag – Sonntag): Exkursion Hatzfeldt-Wildenburg´sche Verwaltung in Schönstein (Wissen, Rheinland-Pfalz). Waldführung und Ansitz. Anmeldungen bitte bis 1. April.
  • 23. Juni (Sonntag) ab 10 Uhr: Jahreshauptversammlung und Sommerfest in Eibenstock. Wild vom Grill und aus dem Smoker in familiärer Athmosphäre. Anschließend eine Führung mit dem Förster durch diverse Waldbilder. Auch der Partner und die Kinder sind willkommen. Wir freuen uns auch über Gäste und Interessierte.

Diese Liste ist noch nicht abschließend und wird regelmäßig ergänzt. Zur besseren Planung und zur Organisation von Fahrgemeinschaften bitten wir um Anmeldung per Mail an die Geschäftsstelle: sachsen@oejv.de

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Korrektur: Nach kurzem Hin und Her findet das Sommerfest nun am 23. Juni (Sonntags) statt.

 

Bemerkungen über Horst Stern

Vergangene Woche ist Horst Stern im Alter von 96 Jahren verstorben. Stern war unter anderem Gründungsmitglied des BUND und Gründer sowie Chefredakteur des Umweltmagazins ’natur‘. Medial große Aufmerksamkeit erlangte er mit der Fernsehserie ‚Sterns Stunde‘, die sich stets kritisch reflektierend mit der heimischen Tier- und Umwelt auseinandersetzte. Mit der Folge ‚Bemerkungen über den Rothirsch‘ deckte er öffentlichkeitswirksam die absurden Ausuferungen des Trophäenkults auf der Jagd auf und führte damit letztendlich zur Änderung diverser Jagdgesetze. Der Film hat heute, fast 50 Jahre nach seiner Ausstrahlung, vielerorts kaum an Aktualität verloren. Stern befasste sich stets kritisch mit der Form der Jagdausübung und war einer der Initiatoren bei der Gründung des Ökologischen Jagdvereins Bayern. Mit ihm geht eine Ikone des Umwelt- und Naturschutzes von uns.

Lesen Sie mehr über sein Wirken im Nachruf der TAZ (Artikel von Manfred Kriener)